IABSP Interdisziplinärer Arbeitskreis Brandenburger Schmerztherapeuten und Palliativmediziner e.V.
IABSPInterdisziplinärer Arbeitskreis BrandenburgerSchmerztherapeuten und Palliativmediziner e.V.

Über den IABSP

1993 fanden sich Ärztinnen und Ärzte im Interdisziplinären Arbeitskreis Brandenburger Schmerztherapeuten e. V. (IABS) zusammen, um sich über eine Form der Kooperation auf dem Gebiet der Schmerztherapie in ganz Brandenburg zu einigen. Damals ging es auch darum die bereits im Land Brandenburg vorhandenen vielfältigen Erfahrungen zu integrieren und weiter zu vermitteln. Ein wesentliches Ziel war damals eine landesweite und einheitliche Schmerzdokumentation, ein Bekannt machen der allgemeinen und speziellen Schmerztherapie, sowie nach einer möglichen finanziellen Absicherung des Mehraufwandes bei diesen oft sehr zeitaufwendigen Patienten zu suchen. Hierbei wurde der Schwerpunkt bei der Versorgung von chronisch schmerzkranken Patienten und Tumorschmerzpatienten gesetzt.

Die Positionen von den Krankenkassen, der Kassenärztlichen Vereinigung und der Landesärztekammer zur Schmerztherapie wechselten in den vergangenen Jahren mehrmals, aber inzwischen hat sich die Ansicht durchgesetzt, dass in Brandenburg die Schmerztherapie sinnvoller weise in Kooperation mit dem IABS möglich ist.

Gemeinsam mit der Landesärztekammer Brandenburg führten die Schmerztherapeuten bereits 1994 einen Grundlagenkurs zur Schmerztherapie durch. Dieser war bundesweit einer der ersten Kurse, die von einer Landesärztekammer mit Schmerztherapeuten in diesem Ausmaß durchgeführt wurden. Dieses Fortbildungskurrikulum wird heute mit über 80 Stunden immer noch als Kurs „Spezielle Schmerztherapie“ von der Landesärztekammer in Brandenburg angeboten. Weit über 200 Kolleginnen und Kollegen haben ihn inzwischen absolviert.

Durch eine kontinuierliche Arbeit konnte erreicht werden, dass Ende 2001 sich eine gemeinsame Kommission der Landesärztekammer Brandenburg und der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg zu gemeinsamen Fragen (z. B. schmerztherapeutische Weiterbildungsstätten, Anerkennungskriterien für eine Zusatzbezeichnung „Spezielle Schmerztherapie“) etablierte. Dies ist bundesweit wohl einmalig.

Die 1994 bei der Kassenärztlichen Vereinigung gegründete Kommission Schmerztherapie überprüft jährlich die qualitativen Voraussetzung der Ärztinnen und Ärzte für die Teilnahme an der Schmerztherapievereinbarung der Ersatzkassen mit der Kassenärztlichen Vereinigung. Diese bundesweite Vereinbarung zur Schmerztherapie mit den Ersatzkassen ist übrigens - seit fast 10 Jahren - ein funktionierendes Beispiel, für die immer wieder von Politik und Krankenkassen geforderte regelmäßige und überprüfbare Fortbildung von Ärzten mit klaren nachprüfbaren Qualitätsstandards in der Medizin. Eine Forderung, die auch immer wieder von den Primärkassen gestellt wird. Ein entsprechender Vertragsabschluß wird hier allerdings in Brandenburg seit Jahren von den Primärkassen verweigert.

Die Orte zum interdisziplinären Erfahrungsaustausch und der kontinuierliche Fortbildung sind neben Kongressen, die interdisziplinären Schmerzkonferenzen und der Potsdamer Analgesie – Sonnabend, der diesjährig am 22.11.2003 zum Thema: „Begutachtung in der Schmerztherapie“ zum 28 mal stattfand. Diese schmertherapeutischen Fortbildungsveranstaltungen stehen allen interessierten Ärztinnen und Ärzten offen stehen.

In den Jahren seit Gründung des IABS haben die Brandenburger Schmerztherapeuten gemeinsam, dank einer soliden und fundamentierten Arbeit viel erreicht. So existiert mittlerweile in Brandenburg ein flächendeckendes Netz von schmerztherapeutischen Angeboten, das sich insbesondere in den in ganz Brandenburg organisierten 18 interdisziplinären Schmerzkonferenzen (1993 waren es gerade mal 3!) widerspiegelt. Auch der Einsatz eines der modernsten EDV gestützten Schmerzverlaufdokumentationprogrammen spricht für das hohe Niveau einer landesweiten und koordinierten Zusammenarbeit von Schmerztherapeuten zum Wohl ihrer Patienten.

Im Verlauf der Vereinstätigkeit kristallisierte sich heraus, dass Schmerz- und Palliativmedizin eine untrennbare Einheit darstellen, so dass über die Jahre immer mehr Palliativmediziner den Weg in den Verein fanden. Der Vorstand beschloss dieser Entwicklung Rechnung zu tragen und zukünftig die Palliativmedizin auch im Namen des Vereins zu führen. Somit wurde im November 2012 aus IABS-Netz der Verein IABSP – Interdisziplinärer Arbeitskreis Brandenburger Schmerztherapeuten und Palliativmediziner e.V.

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